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Wenn es die DGV nicht schon gäbe, man müsste sie erfinden!

Die 9. Jahreskonferenz der Deutsch-Griechischen Versammlung in Erding eröffnet


05.11.2019 |

Mit einer Pressekonferenz eröffneten der Gastgeber, Oberbürgermeister Max Gotz von Erding und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Norbert Barthle, MdB, die 9. Jahreskonferenz. Unter dem Motto „RESTART für eine dynamische kommunale Selbstverwaltung – Neue Wege für ein stärkeres Europa“ werden vom 5. bis zum 7. November über 350 Bürgermeister, kommunale Mandatsträger und Vertreter der kommunalen Verbände aus Griechenland und Deutschland zusammenkommen, um das in neun Jahren gewachsene Netzwerk kommunaler Partnerschaften und Kooperationen zu stärken und sich auszutauschen.

Christodoulos Mamsakos, Bürgermeister der Stadt Drama und Vertreter des Griechischen Zentralverbandes der Städte und Gemeinden (KEDE) sagte auf der Pressekonferenz, dass nur durch Entwicklung und Wachstum sowie ein vereintes Europa unsere Völker zusammen bringen. Die Kooperation der Kommunen in der Deutsch-Griechischen Versammlung (DGV) habe in den letzten Jahren reichliche Früchte getragen. Ähnlich äußerte sich der Generalsekretär im griechischen Innenministerium, Michalis Stavrianoudakis, der früher selbst Bürgermeister war und die Arbeit der DGV aus eigenem Erleben kennt. Er betonte, dass die neue griechische Regierung unter Ministerpräsident Mitsotakis den Kommunalverwaltungen die Größe und Macht einräumen will, die sie bräuchten, um den Bürgern zu dienen. „Die Lösung der Probleme der Menschen kann nur auf der ersten Ebene der Verwaltung erfolgen – an der Basis bei den Bürgern“.  Oberbürgermeister Gotz unterstrich die Bedeutung der kommunalen Ebene. Gemeinsame Lehren, der Austausch von Erfahrungen und praktische Zusammenarbeit haben das Netzwerk der DGV in den letzten Jahren ausgemacht. Die Themenvielfalt reicht von Abfallwirtschaft, Erneuerbarer Energie bis hin zu Tourismus. Der Parlamentarische Staatssekretär Norbert Barthle erläuterte die geplanten Neuerungen der DGV: eine bessere Aufstellung sowohl in Deutschland in der Fläche und als auch in Griechenland. Mit den kommunalen Spitzenverbänden sei man im intensiven Austausch, um den Institutionalisierungsprozess voranzutreiben. Das Ziel ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. „Wenn es die DGV nicht schon gäbe, so Barthle „man müsste sie erfinden!“

Die Eröffnung der Konferenz in der vollbesetzten Stadthalle erfolgte durch Oberbürgermeister Gotz, der in seiner Rede die wirtschaftlichen Erfolge seiner Stadt würdigte. Eine geringe Arbeitslosigkeit, mehreren wirtschaftlichen Zugpferden wie den nahen Flughafen München und zahlreicher innovativer Entscheidungen in den letzten Jahren, konnte sich Erding entwickeln.

In den beiden folgenden Diskussionen erörterten Deutsche und Griechen gemeinsam, was der „Restart für Europa“ ausmacht. Die Demokratie sei in Gefahr, so Barthle, man müsse sie verteidigen, denn sie sei unser gemeinsames Gut in Europa. Europa dürfe nicht den Meinungsmachern überlassen werden. Der Staatsminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei Dr. Florian Herrmann unterstrich die Verantwortung Europas für Griechenland.

In ihrer Videobotschaft sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass das deutsch-griechische Netzwerk, das die DGV in den letzten Jahren geschaffen hat, in seiner Bedeutung für ein gutes Miteinander auf unserem Kontinent gar nicht hoch genug zu schätzen ist. „Die Deutsch-Griechische Versammlung ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie gewinnbringend die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern und für beide Länder ist.“ so die Bundeskanzlerin.

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